Bio-Finca ECO-Vinyassa

Seit Frühjahr 2013 hat die Bio-Finca ECO-Vinyassa ihre Pforten für Besucher geöffnet, eine Attraktion für Naturliebhber. Die ca. 18.000 qm große Zitrusplantage liegt malerisch zu Füßen des imposanten Puig Mayor und bietet Besuchern einen Einblick in die Arbeit eines Orangenbauers.

Zertifizierter ökologischer Anbau

Die Umstellungszeit von normaler Produktion auf BIO-Anbau ist schon lange vorbei. Heute wird "ecologico" angebaut, mit Zertifikat. Joan, der Besitzer, hat das Anwesen von Vater und Urgroßvater übernommen und pflegt es gemeinsam mit seiner Frau Sebastiana liebevoll und mit Leidenschaft. Der biologische Dünger kommt aus der eigenen Kompostanlage und auch die frei laufenden Hühner tragen zur natürlichen Düngung des Bodens bei. Der BIO-Anbau kostet mehr Arbeitskraft, sagt Joan. Gespritzt wird nur mit einem natürlichen, für BIO-Anbau zugelassenen Parafin-Öl und gegen die für Orangen so schädliche Zitrus-Fliege wird eine Falle mit einen anlockenden Duftöl verwendet. Das ursprüngliche Modell aus Glas hängt bei ECO-Vinyassa noch in dem einen oder anderen Baum.  

Kleine Orangenkunde

Verschiedene Sorten von Orangenbäumen kann man auf der Finca mit ihrer schweren Last betrachten. Die typischen Sorten wie Navelina, Navel und Valencia und auch die autoctonen (einheimische) Arten wie Canoneta und Peret. Einfallsreiche und mutige Sollerics schufen diese neuen und nur in Sóller vorkommenden Arten, um mit dem Reichtum an Navelorangen des fruchtbaren Inselinneren "Es Pla" mithalten zu können.
Geschützt durch die Gipfel des Weltkulturerbes Tramuntana und gut versorgt mit dessen Wasserreichtum können im Tal von Sóller die Orangen bis weit in die Sommermonate hinein noch an den Bäumen hängen, während im flachen Inselinneren die Sonne schon alles vertrocknen lässt.
Die meisten der unterschiedlichen Orangenbäume wurden veredelt. Bis zur Orangenepedemie "tristeza" (frühe 60er Jahre) wurde das Edelreis in einen Bitterorangenstamm eingesetzt, danach, um der Krankheit entgegenzuwirken, meistens in Zitronen- oder Mandarinenstämme. Ein Baum kann an mehreren Ästen veredelt werden, so dass es auf ECO-Vinyassa Bäume gibt die tragen Navlina, Clementinen und Zitronen.
Man sieht den zum Teil schon 80 Jahre alten Bäumen ihre gesunde Lebensweise an. Übervoll mit leuchtenden Orangen und Zitronen tragen sie kraftvoll ihre schwere und saftige Last.  

Ausspannen bei frisch gepresstem Orangensaft

Neben den Zitrusbäumen gibt es Feigen, Granatäpfel, Oliven und Ölbäume. Ganz besonders attraktiv ist besonders im Sommer der in Spanien geschützte Baum "Almez". Seine feinen Äste dienten früher den Schäfern aus Sóller als Band für die Glöckchen ihrer Schützlinge. Die breite Krone des Almez spendet Schatten und lädt dazu ein, sich rund um den dicken Stamm niederzulassen und sich nach dem Spaziergang durch das Land ein bisschen auszuruhen. Ein frisch gepresster Orangensaft und ein kleiner Snack, serviert von Joan und Sebastiana, machen die Pause vollkommen.  

Wettermeldungen in die Hauptstadt

Direkt neben der kleinen Holzpforte, die zum Garten führt, steht zudem die Wetterstation des Tals von Sóller. Stolz erzählt Joan, dass er seit 30 Jahren ununterbrochen Daten zu Temperatur und Luftfeuchtigkeit an das Wetteramt Mallorcas sendet. Neuerdings per E-Mail.  

 

Das Anwesen kann Montags, Mittwochs und Freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr besucht werden. Man kann sich frei auf dem Gelände bewegen und auf mehr als 40 Informationstafeln die Eigenschaften und manch eine kuriose Geschichte über die Pflanzen lesen. Der Besuch kostet 10,- EUR, Orangensaft und kleiner Snack inbegriffen. Auf deutsch geführte Gruppenbesuche, gemeinsam mit einer Copa Sol Orange im Patio der Eisfabrik, organisiert Fet a Sóller (gegenüber der Markthalle).  

Temp. Min / Max: °C / °C
Wind:
Geschwindigkeit: km/h
Regen (mm):
 
 
 
 
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